ABBRUCHVERFAHREN / ABBRUCHGENEHMIGUNG FÜR HESSEN

Abbrüche führt gerade in dicht besiedelte Gebiete wie das Rhein-Main Gebiet immer wieder zu Problemen, die meisten Ursachen für Störungen stellen Geräusch-, Staubimmision dar, gelegentlich kommt es auch zu Erschütterungen die dem Hausbesitzer neben an verständlicherweise gar nicht gefallen.

Aus diesem Grund wird ein Abbruch geprüft, es wird auch geprüft welche Nutzung das Gebäude früher hatte, z.B. Wäscherei, Gärtnerei, Tankstelle o. ähnliches. Hier kann eventuell verlangt werden das ein Bodenaustausch erfolgen der sehr kostspielig werden kann.

Ein weiters Thema ist die Entsorgung der Abbruchmaterilalien die z. T. Belastet sind. Einen Abbruch von kleiner und größer 300m3 Umbauter Raum darf deshalb nur ein dafür zugelassenes Unternehmen durchführen.

Grundsätlich benötigen Sie eine Abbruchgenehmigung ab 300m3 umbauter Raum je Gebäude.

Wir raten alle umliegenden Nachbarn mind. 2 Wochen vor Abbruch schriftlich zu informieren.

Welche Abbruchmaßnahmen sind Abbruchgenehmigungsfrei?

Folgende baulichen Anlagen dürfen baugenehmigungsfrei abgerissen werden:

- Bauliche Anlagen, die genehmigungsfrei errichtet werden dürfen (siehe Kapitel B1)
- Gebäude bis zu 300 m3 Bruttorauminhalt
- Land- und forstwirtschaftliche bzw. erwerbsgärtnerische Gebäude bis 150 m2 Brutto- Grundfläche
- Behälter bis zu 150 m3 Behälterinhalt
- Feuerstätten und ihre Verbindungsstücke
- Transformatoren- und Gasreglerstationen sowie Funkcontainer
- Gerüste

Für alle anderen Abbrüche benötigen Sie eine Genehmigung der Bauaufsicht Ihres Landkreises.

Wichtig zu wissen ist auch ob das Objekt einer Erhaltunssatzung, Denkmalschutz oder dem Naturschutz unterliegt. Sollte das der Fall sein empfehlen wir unbedingt die Abklärung mit der Naturschutzbehöhrde und/oder dem Denkmalamt.

Teilabbruch

Abbruch ist eine Eigenständige bzw. selbstständige teilweise Vernichtung des Baukörpers. Gemeint sind Nebenanlagen wie Garagen, Ställe oder kleine Hofreiten). Bei zurückbauten von Gebäudeteilen wie z.B. Stockwerke, Anbauten handelt es sich nicht um einen eigenständigen Abbruch. Für so einen Fall benötigen Sie einen baugenehmigungspflichtigen Bauantrag. Dieser Antrag muss mit An- bzw. Umbau betitelt werden. Bei einem Anbau macht es Sinn die Umbauarbeiten gleich mit einzureichen. Abzubrechende Bauteile sind gelb, neue Bauteile rot und Bestandbauteile sind grau zu markieren.

Unterlagen zum Antrag

Formular BAB 01 gem. Bauvorlagenerlass (1-fach)

Liegenschaftsplan für Abbruch
Eigentümernachweis
Bauzeichnungen 1:100
(Grundriss, Schnitt, Ansichten, ggf. Nachbargebäude)
Berechnung umbauter Raum
Lichtbilder
Statistischer Abgangsbogen (1-fach)